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ESV Kaufbeuren – Vermarktung im Fokus - 13.02.2019


ESV Kaufbeuren – Vermarktung im Fokus


Selten war eine Begrüßungsrede so kurz, prägnant und vielleicht auch richtig: „Das ist ja der Ort, an dem man zur Zeit sein muss“, sagte Ulrich Busch, Präsident des Marketing-Clubs Allgäu am Montagabend in der Kaufbeurer Erdgas-Schwaben-Arena, mit Blick auf die vor rund eineinhalb Jahren neu eröffnete Eishockey-Arena. Der über 180 Mitglieder zählende Marketing-Club hatte einen Abend voller exklusiver Einblicke in das Innenleben einer Spitzensport-Mannschaft organisiert.

Nicht nur der Jengener Busch, sondern auch die anderen Gäste interessierten sich besonders für die Vermarktungsarbeit rund um die Buron Joker. Michael Kreitl, seit Sommer 2015 Geschäftsführer der damals gegründeten Spielbetriebs GmbH, gab einen Einblick – nicht nur in die Geschichte des ESV Kaufbeuren, sondern vor allem in die jüngere Entwicklung. Zum Beispiel wurde der Zuschauerschnitt von einst 1400 auf rund 2600 gesteigert. „Der sportliche Erfolg ist natürlich maßgeblich dafür, wie gut man Marketing betreiben kann“, sagte Kreitl. Aktuell liegt die Kaufbeurer Mannschaft vier Zähler hinter dem Erstplatzierten. „Wir waren in den beiden Vorsaisons jeweils im Halbfinale, haben dieses neue Stadion und somit mehr Komfort und bessere Vermarktungsmöglichkeiten“, erklärte Kreitl und verwies dabei auf den Videowürfel über der Eisfläche und die Übertragungen der Livespiele beim Anbieter SpradeTV. So unterscheidet die GmbH bei den Sponsorenplätzen, etwa an der Bande, auch zwischen der TV-Seite und der Nicht-TV-Seite. Bis zu 1500 Euro koste der Meter an der Bande pro Saison. Um die 800 Fans schauen Sprade-Übertragungen im Schnitt, der Rekord liege bei etwa 1500. „Wir sind sicherlich das größte Aushängeschild der Stadt Kaufbeuren – sowohl die erste Mannschaft als auch der U 20-Nachwuchs ist in ganz Deutschland unterwegs“, erklärte Kreitl.

Nicht zuletzt sei die Stadt auch durch im Kaufbeurer Nachwuchs groß gewordene DEL-Spieler wie die Reimer-Brüder oder Florian Kettemer immer wieder im Gespräch. Am 11. April wird Kaufbeuren sogar Ausrichter eines im Fernsehen übertragenen Spiels der Deutschen Eishockey-Nationalmannschaft.

Doch, so unterstrich Kreitl, der ESVK und das neue Eisstadion hätten auch eine soziale Funktion. Er sprach von 300 bis 350 Besuchern beim öffentlichen Lauf und von einer gut gefüllten Eisfläche beim Disco-Lauf. Außerdem spielen rund 300 Kinder im ESVK-Nachwuchs. Wenn es das Eishockey in Kaufbeuren nicht gegeben hätte, sagte Michael Kreitl mit Blick auf die in der Stadt geführte Debatte vor dem Bau der Arena, „wäre es eng geworden.“ Kreitl hatte das Ausmaß der „gesellschaftlichen Funktion“ von Spitzensport unter anderem in seiner Zeit als aktiver Spieler in Essen erlebt. „Man wird in einem solchen Stadion, ob als Zuschauer oder Spieler, seine Aggression kanalisiert los“, sagte Kreitl. Zahlreiche Nachfragen gab es auch beim Rundgang durch das Stadion, der auch durch die Kabine der ersten Mannschaft, führte. Kreitl erklärte, dass von den rund zwei Millionen Budget der Buron Joker rund 120 000 Euro für Materialkosten veranschlagt seien. Weitere große Kostenpunkte seien die Gehälter und Zahlungen an die Berufsgenossenschaft. Sechs Mal pro Woche trainiert das Team, sagte der Manager - nur montags ist frei. Mit der Anmerkung „wir sind so ähnlich wie die Friseure“ hatte er einmal mehr den Lacher auf seiner Seite.



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