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Allgäu Outlet – Eigenmarken wichtig fürs Geschäft - 22.05.2017


Allgäu Outlet – Eigenmarken wichtig fürs Geschäft


(Allgäuer Zeitung / Stefan Binzer) Wer sich mit dem Gedanken trägt, im Bekleidungsbereich eine Eigenmarke auf die Beine zu stellen, mache nichts falsch, wenn er Folgendes beherzige: "Schwarze Socken gehen immer." Humorvoll gab Marc Wenz (49) in Kempten vor dem Marketing Club Allgäu diesen Tipp, als er über "Eigenmarken zur Differenzierung im Einzelhandel" sprach. Schwarze Socken sind ein Allerweltsprodukt, das fast jeder braucht, günstig herzustellen, in hoher Stückzahl stets verfügbar, mit hohem Verschleißfaktor und somit großer Dauernachfrage.

Aber dann im Ernst: "Mit Eigenmarken können Händler ihr Sortiment differenzieren und die Verfügbarkeit der Waren sichern", sagte Wenz. Der gebürtige Immenstädter war früher in Diensten beim US-amerikanischen Sportartikel-Konzern Nike und Marketing-Chef für Zentral-Europa beim Jeans-Hersteller Levi’s. 2003 gründete er dann zusammen mit seiner Schwester Nicole die Outlet Ventures GmbH mit Sitz in Sonthofen (Oberallgäu). Heute vertreibt die Unternehmensgruppe von Marc Wenz mit 120 Mitarbeitern im Bereich Eigenmarken über 120 000 Teile im Jahr.

Warum sollten sich Händler eigene Marken aufbauen? "Weil man dann unabhängig von einem Hersteller ist und von der Produktion über den Transport, die Preisgestaltung, das Nachordern, die Rabatte und Werbung bis hin zum Verkauf alles in der Hand habe. Das beste Beispiel dafür sei die schwedische Textil-Kette H & M, die ihre Produkte in eigenen Läden präsentiere und glänzende Umsätze erziele.

Allerdings müsse man auch bedenken, dass Eigenmarken erst ab einer gewissen Größe Sinn machten - pro Artikel mindestens tausend Teile. Auch bedeuten Eigenmarken eine hohe Kapitalbindung und Haftungsrisiken, falls Unfälle wegen Funktionsfehlern passierten. Und der Schutz einer Eigenmarke sei auch nicht billig.

Der Markt wird aufgeteilt
Der reine Fachhandel, der nur fremde Marken anbiete, werde langfristig nicht überleben, ist sich Wenz sicher. Den Markt aufteilen werden sich einerseits Hersteller mit eigenen Stores, die jeden Quadratmeterpreis in jeder Fußgängerzone zahlen können, und andererseits Händler, die auf ihren Verkaufsflächen einen Großteil Eigenmarken anbieten.

Wenz hat in seinen fünf Häusern (siehe Info-Kasten) viele bekannte Marken im Sortiment: Addidas, Puma, Schiesser, Mustang, Lafuma Chiemsee ... Seit 2007 bietet er auch seine erste Eigenmarke an: Peak Mauka, eine Outdoor-Reihe, die er preislich etwas unter der bekannten Marke Jack Wolfskin angesetzt hat. Den Namen Peak Mauka erfand Wenz, ein ehemaliger Triathlet, aus folgender Überlegung heraus: Das englische "Peak" bedeutet Gipfel und ist weltweit zu verstehen. "Mauka" ist hawaiianisch und heißt "Berg". Das kommt vor allem bei Marathon-Läufern und Triathleten an. Und über dem Schriftzug ist eine Berglinie zu erkennen, die den Grünten darstellt. So ein kompliziertes Logo? "Das kann man kaum abkupfern", sieht Wenz den Hauptvorteil in dieser Wort-Bild-Marke. Später folgten bei Wenz die Eigenmarken Hagestolz, I love Allgäu, Tromso of Norway und Cozy living - jede für eine andere Zielgruppe. Produzieren lässt Wenz die Produkte für die Eigenmarken hauptsächlich in Fernost, "aber nur in Frabriken, die wir kennen und auch immer wieder mal unangemeldet besuchen, um die Sicherheitsstandards zu kontrollieren", versichert Wenz.

Der Anteil der Eigenmarken bei Outlet Ventures beträgt derzeit 20 Prozent der angebotenen Ware. Das Ziel in einigen Jahren sind laut Wenz 50 Prozent. Das sichere im hart umkämpften Markt eine gewisse Unabhängigkeit und somit den Erfolg des Unternehmens.
(Quelle: )


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