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Kaum auf der Welt und schon FCA-Fan - 13.10.2017


Kaum auf der Welt und schon FCA-Fan


Fußball Geschäftsführer Robert Schraml erklärt, wie der Erstligist seine Anhänger möglichst früh für sich begeistern will.

Ohne Fans läuft heutzutage nichts mehr bei einem Fußball-Bundesligisten. Das ist Geschäftsführer Robert Schraml und den Verantwortlichen des FC Augsburg klar. Spätestens nachdem sie die Einweihungsfeier für die neue Stadion-Fassade geplant hatten: Der Sponsor wollte ein Programm mit Andreas Bourani. Doch den Sänger wollten die Fans nicht. "Die hätten uns sonst die komplette Feier boykottiert und beim folgenden Heimspiel kein einziges Wort gesungen." Mit ein Grund, warum Schraml die Anhänger stets mit einbinden und den Draht zu ihnen weiter ausbauen will. Wie der 51-Jährige den FCA als "zweitstärkste Kraft" im Freistaat - hinter dem FC Bayern München - etablieren will, verriet er in seinem Vortrag beim Marketing Club Allgäu.

Schraml übernahm im Juli den Posten für den Bereich Marketing und Vertrieb und war zuvor knapp 15 Jahre Geschäftsführer der Stiegl-Brauerei in Salzburg. Bei Bier und Fußball dreht sich bekanntlich vieles um das Thema Tradition. Und genau so müsse die Marke FCA nach außen wirken: traditionell, sympathisch, familiär und gastfreundlich.

Seine Fans versucht "der etwas andere Verein" früh an sich zu binden: Etwa durch das Willkommenspaket, das jeder neugeborene Augsburger seit 2014 bekommt. Darüber könne der "Fan von Morgen" Mitglied im FCA-Mini-Club werden. Und ab dem ersten Schultag in den Kids-Club eintreten - beide zählen bereits 2713 Mitglieder. Für Schüler und Jugendliche gibt es etwa eine Ferienfußball - oder Talentschule.

Im Fokus hat Schraml neben den gut 26 000 Augsburger Studenten und vielen Senioren auch die Erwachsenen, die man unter anderem über Stammtische und Testspiele begeistern will. Darunter auch die Allgäuer, die der Verein über Busreisen zu Heimspielen locken will.

"Richtige Schublade finden"

Hier müsse man aber noch aktiver werden, sagte der Geschäftsführer. Wie auch im Bereich "Merchandising" - sprich im Verkauf von Fan - Artikeln wie Trikots oder Schals. Hier habe der FCA in der Saison 2015/16 "nur" 1,23 Mio. Euro eingenommen (weitere Zahlen siehe Infokasten). Außerdem müssten Paket - Angebote für Sponsoren immer individueller geschnürt werden. Und auch das Thema Markenkern und seine Botschaft - beim FC Bayern lautet sie etwa "Mia san mia" - will Schraml anpacken: Die dürfe nicht zu allgemein formuliert und nicht künstlich geschaffen werden. "Wir müssen hier die richtige Schublade finden." Wie andere Bundesligisten will der FCA auch im Ausland Fuß fassen, um dort neue Fans zu gewinnen. Etwa durch Trainingslager und Spiele in China, Südkorea, Japan und den USA. (kk)



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